Herr Görlich, für zahlreiche Fans und Teams war die AvD-Sachsen-Rallye 2009 ein voller Erfolg. Waren Sie mit dem Verlauf der letztjährigen Auflage als Organisator auch zufrieden?
Ich war mit dem Ablauf recht zufrieden, hätte mir aber auch im Sinne der Zuschauer noch mehr Teilnehmer gewünscht. Besonders gut war die Arbeit der Sportwarte, bei denen ich mich auf diesem Weg nochmals extra bedanken möchte.
Gibt es einen besonderen Moment, den Sie mit der 2009er-Ausgabe in Verbindung bringen?
Klasse fand ich den historischen Sieg von Olaf Dobberkau und Alexandra König im Porsche 911 GT3. Ich hoffe, dass beide auch in diesem Jahr um die Spitzenposition mitkämpfen können.
Die Planungen für die aktuelle Ausgabe laufen auf Hochtouren. Wird es Änderungen gegenüber dem Vorjahr geben?
Die Wertungsprüfungen um Kirchberg wurden neu zusammengestellt. Dabei haben wir einige schnelle wie auch wellige Passagen integriert. Bei der WP Neuschönburg wurde der Start verlegt, dadurch werden jetzt 1,5 Runden gefahren. Damit hoffen wir neben den Ansprüchen für die Fahrer auch für die Zuschauer neue, interessante Stellen zu schaffen.
Der Zuschauermagnet der Sachsen-Rallye wird auch 2010 die Wertungsprüfung Glück-Auf-Brücke sein. Sind Änderungen in der Streckenführung bzw. beim Zuschauerprogramm geplant?
Ja, vor dem Tunnel wird eine Bremskurve aufgebaut, um die Geschwindigkeit zu verringern. Das Rahmenprogramm ist ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Zusätzlich werden wir in diesem Jahr noch 20 historische Fahrzeuge aus dem Historic Rallye Cup am Start haben.
Die Stadt Zwickau wie auch das Bundesland Sachsen stehen offensichtlich hinter dem Rallyesport. Wer übernimmt denn in diesem Jahr die Schirmherrschaft?
Schirmherr ist in diesem Jahr der Staatsminister Sven Morlok aus dem SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, ARBEIT UND VERKEHR. Besonders möchte ich mich auch für den starken Einsatz der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Frau Dr. Pia Findeiß sowie das Engagement aller Genehmigungsbehörden bedanken. Eine derartige Veranstaltung ist allerdings nur möglich, wenn uns auch die Anwohner der Wertungsprüfungen unterstützen. Daher auch ein Dank für das Verständnis und die tolle Unterstützung der Anwohner.
Wer ist ihr Favorit auf den Sieg rund um Zwickau?
Mein Favorit ist Matthias Kahle im Skoda Fabia S2000. Er kennt die meisten Wertungsprüfungen wie „im Schlaf" und hat ein überlegenes Fahrzeug. Nicht zu unterschätzen sind allerdings auch Sandro Wallenwein im Subaru Impreza sowie die Mitsubishi-Piloten Hermann Gassner und Peter Corazza. Auch einige Teams der DRS werden versuchen, um den Sieg mitzukämpfen. Dazu zähle ich u.a. den Zwickauer Maik Stölzel, Toni Werner (Altfraunhofen), Olaf Dobberkau (Schleusingen) und Robert Pritzl (Hohenwarth).
Die DRS startet zwar sehr spät in die Saison, aber der Kalender ist sehr attraktiv und verspricht einen spannenden Saisonverlauf. Ist die Bezeichnung "Zweite Bundesliga des Rallyesports" in der Saison 2010 überhaupt noch zutreffend?
Ich möchte den Begriff "Zweite Bundesliga" gerne durch "die Deutsche Rallye Serie mit dem ausgewogenen Angebot für alle Fahrzeuge und Klassen" ersetzen. "Jeder" kann Champion werden. Den Begriff Champion verwenden wir schon seit Jahren, jetzt hat beispielsweise die DRM "nachgezogen".
Denken Sie als Rallyeorganisator eigentlich noch gerne an Ihre aktive Zeit zurück?
Beendet habe ich meine aktive Zeit ja nicht. Bei Automobilslalom-Veranstaltungen bin ich ja immer noch unterwegs. Gerne denke ich natürlich noch an meine Zeit als Copilot von Michael Abendroth zurück. Das hat echt Spaß gemacht. Aber beides zusammen, sprich Beifahrer und Rallyeleiter, geht nun mal nicht. Jedenfalls macht es mir sehr viel Spaß, die gute Arbeit vieler einzelner Personen zu koordinieren. Letztendlich trägt jeder zum Erfolg der Rallye bei.
Vielen Dank für das angenehme Gespräch.




